Kurzfassung: IT-Projekte kosten so viel, wie sie Aufwand erzeugen – das hilft wenig. Dieser Artikel gibt Ihnen konkrete Richtwerte für typische Vorhaben in kleinen und mittleren Unternehmen, erklärt die wichtigsten Kostentreiber und zeigt, wann ein fester Preis sinnvoll ist und wann nicht.
Warum IT-Preise so schwer zu fassen sind
„Was kostet das ungefähr?" – diese Frage höre ich in fast jedem Erstgespräch. Und ich verstehe sie gut: Wer ein Projekt plant, will wissen, ob er im Budget ist, bevor er überhaupt ein Angebot einholt.
Das Problem: IT-Projekte unterscheiden sich stark. Ein Netzwerkausbau für ein Einfamilienhaus mit vier Datenpunkten hat wenig gemein mit dem Serverumbau eines Handwerksbetriebs mit 15 Mitarbeitern. Trotzdem gibt es Richtwerte – und die teile ich hier gerne, weil ich glaube, dass Transparenz allen hilft.
Die wichtigsten Kostentreiber
Bevor wir zu den Zahlen kommen: Diese Faktoren bestimmen am stärksten, was ein IT-Projekt kostet.
Wie viele Geräte, Nutzer und Abhängigkeiten sind beteiligt? Je mehr Schnittstellen, desto mehr Aufwand.
Material- und Gerätekosten sind oft der größte Posten – und schwanken je nach Hersteller und Qualität erheblich.
Planung, Umsetzung, Tests, Einweisung, Dokumentation – der Stundensatz für Facharbeit liegt typisch zwischen 80 und 130 €/h.
Wer in eine bestehende Infrastruktur hineinarbeitet, braucht mehr Zeit als bei einem Neubau auf der grünen Wiese.
Richtwerte nach Projekttyp
Die folgenden Zahlen basieren auf meiner Erfahrung im Rhein-Sieg-Kreis. Sie sind Orientierungswerte – kein verbindliches Angebot. Individuelle Faktoren können erheblich abweichen.
| Projekttyp | Typische Größe | Kostenrahmen (inkl. Material) |
|---|---|---|
| WLAN-Ausleuchtung Privathaus | 2–4 Access Points | 600 – 1.800 € |
| Netzwerkverkabelung EFH/Büro | 8–16 Datenpunkte | 1.200 – 3.500 € |
| NAS-Einrichtung & Backup | 1–2 NAS, bis 5 Nutzer | 800 – 2.200 € |
| Server-Infrastruktur KMU | 5–20 Arbeitsplätze | 3.000 – 12.000 € |
| IT-Sicherheits-Check | bis 10 Arbeitsplätze | 179 – 450 € |
| Vollständiger IT-Infrastrukturaufbau | Neues Büro/Gewerbe | 5.000 – 25.000 € |
Wichtig: Diese Zahlen enthalten Dienstleistung und typische Materialkosten. Hardware-Preise schwanken stark – Premium-Marken wie Ubiquiti oder HPE kosten mehr als No-Name-Alternativen, halten aber länger und machen weniger Probleme. Ich empfehle im Zweifel die bessere Komponente.
Wann ist ein Festpreis sinnvoll?
Ein Festpreis funktioniert gut, wenn das Vorhaben klar definiert ist: eine Netzwerkverkabelung mit X Datenpunkten, eine NAS-Einrichtung mit definierten Freigaben, ein WLAN mit Y Access Points. Dann kann ich im Vorfeld planen, die Hardware einkalkulieren und einen belastbaren Preis nennen.
Bei Projekten mit vielen Unbekannten – etwa einem Server-Umbau bei laufendem Betrieb, der Migration von Altdaten oder der Einführung einer neuen Software – ist ein Stunden- oder Tageshonorar oft fairer für beide Seiten. So bezahlen Sie nur, was tatsächlich anfällt, und ich bin nicht unter Druck, Ecken abzukürzen.
Was kostet die Projektleitung selbst?
Wenn ich ein Projekt nicht nur umsetze, sondern auch leite – also Dienstleister koordiniere, Anforderungen aufnehme, Statusberichte erstelle und die Abnahme begleite – dann kommt Projektleitungsaufwand hinzu. Bei kleineren Projekten (unter 5.000 €) ist das meist bereits im Angebot enthalten. Bei größeren Vorhaben rechne ich Planung und Steuerung separat ab, typischerweise nach Stunden (90–120 €/h) oder als prozentualen Aufschlag auf das Projektvolumen (10–20 %).
Das klingt zunächst nach mehr Kosten – ist aber oft günstiger als ein Projekt, das unkontrolliert aus dem Ruder läuft. Ein realistisches Beispiel: Ein Serverumbau ohne Planung, der dreimal länger dauert als geplant, kostet am Ende mehr als eine strukturierte Projektleitung von Anfang an.
Wie ich vorgehe: erst analysieren, dann anbieten
Ich erstelle keine Preise aus der Hüfte. Bevor Sie von mir ein Angebot erhalten, führen wir ein kurzes Gespräch – telefonisch oder vor Ort. Ich schaue mir den Ist-Stand an, kläre offene Fragen und definiere gemeinsam mit Ihnen, was das Ergebnis sein soll. Erst dann entsteht ein Angebot, das wirklich passt.
Das erste Gespräch ist kostenlos – und unverbindlich. Wenn nach dem Gespräch klar wird, dass Ihr Vorhaben meinen Leistungsbereich übersteigt, sage ich das direkt und empfehle Ihnen, wen ich kenne.
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Beschreiben Sie kurz, was Sie vorhaben – ich sage Ihnen ehrlich, in welchem Kostenrahmen wir uns bewegen und ob ich der Richtige dafür bin.
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